Zur Zeit stellen die Igel-Apotheken leider keine Mitarbeiter ein. Schauen Sie aber wieder hier vorbei, um aktuelle Stellenausschreibungen zu sehen.

Immer freuen wir uns auf Initiativbewerbungen zu nachfolgenden Berufsbildern:

Beschreibung der Berufsbilder (Quelle: Wikipedia)

Apotheker

Ein Apotheker ist ein Fachmann für Arzneimittel. Er beschäftigt sich mit ihrer Entwicklung, Produktion, Prüfung, Beurteilung und Abgabe. Hierzu sind profunde Kenntnisse der Galenik, Pharmakologie, Physiologie, Chemie, Biologie, Biochemie, Analytik sowie Qualitätssicherung notwendig, welche im Pharmaziestudium erworben werden. Im Jahr 2009 gab es in Deutschland knapp 58.000 in diesem Beruf tätige Apotheker und rund 12.000 Pharmaziestudierende.

Ausbildung

Die gesetzliche Grundlage der pharmazeutischen Ausbildung in Deutschland bilden die Bundes-Apothekerordnung und die Approbationsordnung für Apotheker. Die Ausbildung beginnt mit dem Studium der Pharmazie an einer Universität und umfasst insgesamt acht Semester (vier Jahre). Es folgt für den zukünftigen Apotheker das Praktische Jahr (PJ), von dem mindestens sechs Monate in einer öffentlichen Apotheke abgelegt werden müssen. Die restliche Zeit kann auch außerhalb (etwa in der pharmazeutischen Industrie oder bei der Bundeswehr) absolviert werden, wobei ein Apotheker als ausbildungsberechtigte Person zugegen sein muss. Nach dem Ablegen des dritten Staatsexamens kann die Approbation beantragt werden, die zur Berufsausübung berechtigt und nicht von der Apothekerkammer, sondern von der jeweils zuständigen Bezirksregierung erteilt wird. Dafür sind außer dem Examen auch der Nachweis einer Staatsbürgerschaft innerhalb der EU, eine ärztliche Bescheinigung und ein polizeiliches Führungszeugnis erforderlich. Erst nach Erteilung der Approbation darf die Berufsbezeichnung „Apotheker“ geführt werden. Auch der Entzug der Approbation im Falle schwerer Verfehlungen (wie etwa Straftaten) erfolgt nach Anhörung durch die Bezirksregierung.

PTA – Pharmazeutisch-technischer Assistent

(PTA) ist ein Gesundheitsfachberuf, in dessen Mittelpunkt das Arzneimittel steht. Um die staatliche Erlaubnis zur Ausübung dieses Berufes zu erhalten, ist neben dem Realschulabschluss eine zweieinhalbjährige Ausbildung erforderlich. Etwa 90 % aller PTA arbeiten in der öffentlichen Apotheke, wo sie zum pharmazeutischen Personal zählen und den Apotheker bei seiner Tätigkeit unterstützen.

Ausbildung

Im theoretischen Unterricht an der Berufsfachschule erhalten die angehenden PTA fachspezifischen Unterricht in verschiedenen naturwissenschaftlichen Fächern, wie z. B. allgemeine und pharmazeutische Chemie, Galenik, Botanik, Drogenkunde und Arzneimittelkunde sowie Giftkunde.

Neben den rein theoretischen Stunden werden praktische Übungen zur Untersuchung von Körperflüssigkeiten, Erkennung von Arzneipflanzen, Herstellung bestimmter Arzneiformen sowie zum Umgang mit der EDV durchgeführt. Hierzu zählen Identitäts- und Gehaltsbestimmungen von Arzneistoffen, Hilfsstoffen und Drogen (getrocknete Tier- und Pflanzenteile) mittels physikalischer und chemischer Untersuchungsmethoden. Während der schulischen Ausbildungsphase müssen die PTA-Schüler(innen) in den Ferien ein 4-wöchiges Praktikum (Famulatur) in einer Apotheke ableisten, um Einblicke in die Betriebsabläufe und pharmazeutischen Tätigkeiten zu erhalten. Darüber hinaus ist eine 16 Doppelstunden umfassende Ausbildung in Erster Hilfe zu absolvieren.

Die schulische Ausbildung endet mit dem ersten Abschnitt der Prüfung. Diese besteht aus einem schriftlichen, mündlichen und praktischen Teil.

An die Ausbildung an der Berufsfachschule schließt die praktische Ausbildung in der Apotheke an. Vor Ort setzen die Auszubildenden ihre erworbenen Kenntnisse und Fertigkeiten in die Praxis um. Die Bearbeitung ärztlicher Verschreibungen, Beschaffung von Informationen sowie Beratung von Patienten zur ordnungsgemäßen Anwendung und Aufbewahrung von Arzneimitteln und apothekenüblichen Waren gehören zu den wichtigsten Aufgaben einer zukünftigen PTA.
Weiterhin werden sie mit der Prüfung von Arzneimitteln, Arznei- und Hilfsstoffen sowie der Herstellung von Arzneimitteln und deren Preisberechnung vertraut gemacht. Neben den praktischen Tätigkeiten werden aber auch Kenntnisse über die für den Apothekenbetrieb wichtigen Rechtsvorschriften sowie über den Verkehr von Arzneimitteln, Betäubungsmitteln und Gefahrstoffen vermittelt, soweit sie die Tätigkeit der PTA berühren.
Während der praktischen Ausbildung in der Apotheke ist ein Tagebuch zu führen, in dem ausgewählte Themen näher beschrieben werden sollen.

Die praktische Ausbildung endet mit dem zweiten Abschnitt der staatlichen Prüfung zur PTA. Er besteht aus einer mündlichen Prüfung zum Fach „Apothekenpraxis“.
Der Beruf der PTA darf nur mit staatlicher Anerkennung ausgeübt werden. Nach erfolgreich bestandener Prüfung wird die Berufsbezeichnung verliehen.

Pharmazeutisch-kaufmännischer Angestellter

Pharmazeutisch-kaufmännischer Angestellter (PKA) ist in Deutschland die Berufsbezeichnung für einen kaufmännisch orientierten Ausbildungsberuf in der Apotheke. Der Beruf wird hauptsächlich von Frauen ausgeübt.

Tätigkeitsbereiche

Nach abgeschlossener Berufsausbildung finden pharmazeutisch-kaufmännische Angestellte Beschäftigungsmöglichkeiten in öffentlichen Apotheken und Krankenhausapotheken. Auch in Drogeriemärkten, in Pharmalabors, in der Pharmaproduktion und im pharmazeutischen Großhandel können sie tätig werden.

Aufgaben in der Apotheke:
  • Bestandsaufnahme der Arzneimittelvorräte
  • Ausführen der Bestellungen
  • Kontrollieren des Wareneingangs
  • Lagern und Auszeichnen sowie Einsortieren der Waren
  • Abfüllen und Abpacken von Arzneimitteln
  • Erledigen von kaufmännischen Arbeiten, z. B. Überprüfen von Lieferscheinen und Rechnungen sowie der Krankenkassenabrechnungen
  • Unterstützung des pharmazeutischen Apothekenpersonals bei der Herstellung von Eigenerzeugnissen, u.a. Rühren von Salben, Kapselherstellung, Mischen von bereits eingewogenen Präparaten
  • Beratung, Information, Verkauf apothekenüblicher Waren wie z. B. Kosmetika, Diätwaren, Verbandstoffe, Krankenpflegeartikel, Pflanzenschutzmittel
  • Gestalten und Dekorieren von Schaufenstern
Ausbildung

Als Voraussetzung für die Ausbildung zum PKA ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. In der Praxis verfügen die meisten Auszubildenden über einen Realschulabschluss.Die Ausbildung zum PKA dauert im Regelfall drei Jahre (bei Hochschulreife 2 Jahre). Bei der Ausbildung zum PKA handelt es sich um eine duale Ausbildung, das heißt es findet in der Apotheke und in der Berufsschule statt. Der Unterricht in der Berufsschule vermittelt Grundkenntnisse in Betriebswirtschaftslehre, kaufmännischem Rechnen (auch vorwiegend Buchführung), Marketing, Werbung und zahlreichen weiteren kaufmännischen Aspekten des Apothekenalltages. Zusätzlich lernt man Wichtiges zu Arzneimitteln, Pflanzenschutz, Kosmetik, Diätprodukten u.v.m.

1. Ausbildungsjahr
Lagerung der Waren; Arzneistoffe und Darreichungsformen; Arzneimittelgruppen; Arbeitssicherheit, Umweltschutz, Energie und Materialverwendung; Fachsprache; Textverarbeitung; Preisbildung; Verkaufsvorbereitung; Stellung der Apotheke im System gesundheitlicher Versorgung und in der Wirtschaft; Arbeits- und Sozialrecht; Berufsbildung

2. Ausbildungsjahr
Preisbildung; Tätigkeiten nach der Apothekenbetriebsordnung; Arbeitssicherheit, Umweltschutz, rationelle Energie- und Materialverwendung; Warenbeschaffung; Arzneistoffe und Darreichungsformen, Arzneimittelgruppen; Warengruppen zur Anwendung am Menschen; Beratung und Verkauf; Anwendung der apothekenspezifischen Fachsprache; Büroorganisation; Informations- und Kommunikationsschwerpunkte, Textverarbeitung; Kaufmännische Steuerung und Kontrolle

3. Ausbildungsjahr
Statistiken; Verkaufsvorbereitung; Werbung und Verkaufsförderung; Dienstleistungen; Pflanzenschutzmittel; Gesundheitsschutz und Erste Hilfe; Warengruppen zur Anwendung am Menschen; Beratung und Verkauf; Arbeits- und Sozialrecht; Preisbildung; Rezeptabrechnung; Lagerung; Warenwirtschaftssysteme; Kaufmännische Steuerung und Kontrolle; Warenbeschaffung; Arzneimittelgruppen; Preisbildung; Arzneistoffe und Darreichungsformen; Tätigkeiten nach der Apothekenbetriebsordnung.